Barrierefreies Webdesign

Seit 1. Januar 2016 sollten alle österreichischen Webseiten barrierefrei zugänglich sein.
Die Seite für Barrierefreies Webdesign in Österreich informiert über die Barrierefreiheit im österreichischen Web und erfasst die grundlegenden Prinzipe dafür wie folgt:

  1. Alt-Attribute bei Bildern immer verwenden, um deren Inhalt in Worten darzustellen
  2. Menüführung über Tastatur oder Joystick ermöglichen
  3. alternative Layouts, zu denen der Betroffene nach Bedarf wechseln kann
  4. Videoinhalte mit ergänzendem Text ausstatten
  5. leichte Sprache für die Texte verwenden

Barrierefreies Webdesign auf der Oberfläche

Manche Sachen wie z.B. Alt-Attribute einpflegen, können auch relativ spät in der Entwicklung bzw. Website-Pflege berücksichtigt werden. Es werden heute häufig diverse Barrierefreiheit-Plugins für Content Management Systeme benutzt. Sie sind sehr nützlich und ermöglichen die Schrift zu vergrößern und Kontrast zu verbessern. Solche Plugins können die Navigation erleichtern und dafür notwendige Markierungen setzen. Wenn eine Seite mit einem Keyboard oder Joystick navigiert wird, können aktive Elemente besser hervorgehoben bzw. beschrieben werden.

Barrierefreies Webdesign gründlich gemacht

Obwohl Accessibility-Plugins Entwicklern und Content-Strategen viel Arbeit abnehmen, bleibt noch genug Arbeit für Content-Strategen über. Menüführung, Texte, Verwendung von Bilder und Videos, alternative Layouts – das sollte man sich bereits in der Konzeptions-Phase überlegen.

Beispiel 1. Bei der Entwicklung einer Seite für eine ärztliche Ordination, die sich auf motorische Erkrankungen spezialisiert, sollte ein großes Augenmerk auf die Navigation gelegt werden und sichergestellt, dass alle Inhalte möglichst schnell gefunden und erreicht werden können. Denn einige Besucher dieser Seite werden diese eben mittels Keyboard oder Joystick navigieren.

Beispiel 2. Es macht auch wenig Sinn viel Foto-Inhalte auf eine Seite zu platzieren, welche stark von visuell beeinträchtigten Benutzern verwendet wird. Da immer mehr Sprach-Assistenten wie Siri, Alexa und Co. eingesetzt werden, werden viele Inhalte im Web auf sogenannte gesprochene Sprache geändert. Das bedeutet, dass die Texte, wenn sie vorgelesen werden, gut und einfach verständlich sind. Von dieser Tendenz profitieren auch Menschen, die sich Inhalte mit der Text-zu-Sprache Lesegeräten anhören.

Mit diesem AChecker Tool für die Barrierefreiheit kann jede Webseite relativ schnell überprüft werden. Dabei kann man auf unterschiedliche Standarte prüfen lassen. WCAG 2.0 (Level AA) ist aktuell eine empfohlene Richtlinie. Level AAA ist quasi das höchste und ist oft schwer zu erreichen.

Was wurde für die Barrierefreiheit dieser Seite gemacht?

Diese Seite (die du gerade liest) verwendet eine von den letzten WordPress Template und ist dadurch sehr gut für diverse Bildschirmgrößen skalierbar. Ich habe hier auch alle Bilder mit einem alternativen Text versehen und ein WP Accessibility Plugin
eingesetzt.

Wie schneidet diese Seite bei dem Barrierefreiheit-Test ab?

Aktuelle Prüfung der Seite durch den AChecker nach WCAG2.0 Level AA ergibt 0 Probleme. Dennoch die Prüfung nach dem Niveau AAA zeigt 12 Probleme an. Alle 12 Probleme zeigen auf einen stellenweise mangelnden Kontrast auf der Seite. Der WP Accessibility Plugin macht es für die Benutzer möglich den Kontrast selbst zu verstärken, daher stellt der mangelnde Kontrast keine wirkliche Barriere für Benutzer dar.

Ich hoffe, mein Artikel hat dir ein wenig Einblick in das Thema Barrierefreiheit gegeben.
Noch viel viel mehr kann man darüber auf der Web Accessibility Initiative Webseite nachlesen.
Über die leichte Sprache und wie man sie richtig anwendet kann man sich gut in dem Blog-Beitrag von Michael Stangl informieren.
Und natürlich freue ich mich über deinen Kommentar, insbesondere wie ich diese Seite noch besser in Hinsicht auf Barrierefreiheit machen kann.

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